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    5 1/2 Roofs

    Dokumentation, UK 2006, 84 Minuten, PAL, BetaCam, Farbe, 16:9, Englisch/Deutsch mit deutschen Untertiteln

    Ein Film von Sepp R. Brudermann

    Gemäss §6 des Criminal Law Act von 1977 ist in England das Besetzen leerstehender Gebäude nicht illegal. Allein in London leben mehr als 13.000 Menschen als "SquatterInnen" in besetzten Häusern. Viele sind KünstlerInnen oder AktivistenInnen, die meisten jedoch ganz "normale" Menschen. Sie alle vereint, dass sie Platz brauchen - Platz zum Leben, Platz zum Arbeiten, Platz zum Zusammenkommen. Auch wenn es in anderen Ländern unvorstellbar sein möge, dass es Menschen gestattet sein soll, sich ein längerfristig leerstehendes Gebäude temporär anzueignen, so sieht man doch, dass diese gesetzliche Regelung nicht nur vielen Menschen ein Dach über dem Kopf garantiert, sondern auch Freiräume schafft, welche ein immenses Kreativpotenzial zur Blüte bringen kann.

    Der Film will nichts erklären, noch will er von einer Sache überzeugen. Jenseits von jeglichem Schwarz-Weiss-Denken lädt er ein, für kurze Zeit in die Welt der HausbesetzerInnen einzutauchen - eine Welt, die die wenigsten Menschen kennen, der die meisten allerdings mit Vorurteilen begegnen. Diese sind bekannt: Assoziale, Kriminelle, Drogensüchtige, Kommunisten usw. Obwohl es diese unter den 13.000 Londoner SquatterInnen sicherlich auch gibt, versucht der Film durch einen sympathisierenden Blick vor allem die Vielfalt und Verschiedenheit der Menschen zu beschreiben, die in besetzten Häusern leben. In einer eklektischen Reihe von sechs Episoden führt der Film in sechs verschiedene besetzte Häuser, trifft dort Menschen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und erzählt Geschichten über die Schwierigkeiten und die Freuden des Lebens in einem uns sonst verborgenen Teil der Grossstadt.

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